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wolfgang huber zum 65; mein artikel in der berliner morgenpost vom 12. august 2007

Das Multitalent der Kirche

Kopf des Tages

Von Edgar S. Hasse

Bischof Wolfgang Huber ist ein Multitalent: Er ist Kirchenmanager, Theologieprofessor, Prediger, Seelsorger, Buchautor, Talkshow-Gast, Diplomat in Gottes Diensten, Kolumnist. Und er war auch schon Chefredakteur der Berliner Morgenpost. Allerdings nur für einen Tag, als er die Weihnachtsausgabe 2006 konzipierte. Heute wird der Berliner Bischof, der zugleich Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ist, 65 Jahre alt.

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65? Noch immer hat er sich jenen jugendlichen Enthusiasmus bewahrt, mit dem er, 1942 in Straßburg geboren, antrat, die Welt zu verändern. Er kämpfte als linker Achtundsechziger gegen Antikommunismus, Nato-Nachrüstung und Atomkraft, wollte für die SPD in den Bundestag ziehen, engagierte sich für mehr Gerechtigkeit in der Dritten Welt. Die Katheder in den Hörsälen der Theologischen Fakultäten von Marburg und Heidelberg wurden genauso zu seinem Arbeitsplatz wie die Kanzel im Berliner Dom oder das Forum des Deutschen Evangelischen Kirchentages, dessen Generalsekretär und Präsident er in den 1980er-Jahren war. Seit 1994 steht er an der Spitze der Evangelischen Kirche von Berlin-Brandenburg-schlesische-Oberlausitz mit ihren 1,2 Millionen Mitgliedern. Die Berliner Jahre haben Wolfgang Huber verändert. Er ist nicht mehr der streitbare Polit-Theologe von einst, sondern ein Geistlicher, der öffentlich um den christlichen Glauben wirbt. Auch in der Ökumene geht es ihm nicht um bloße Anpassung. Stattdessen setzt der Bischof auf eine "Ökumene der Profile". Vom Islam verlangt er die Respektierung der Menschenrechte. Unter seinem Einfluss hob die EKD jetzt die Unterschiede zwischen Christentum und Islam stärker hervor. Wie sehr Berlin ihn inspirierte, sagte Huber in einem Interview einmal so: "Ich bin aufgerüttelt worden durch den gelehrten Materialismus im Osten und den gelebten Materialismus im Westen." Prompt räumte der Theologe persönlich den Fehler ein, einst an der allzu häufigen Anpassung der Kirche an den Zeitgeist mitbeteiligt gewesen zu sein. Als EKD-Ratsvorsitzender und damit oberster Repräsentant von 25 Millionen Protestanten ist er bis 2009 gewählt. Die Berliner wünschen sich von ihm weitere brillante Predigten, geistlichen Beistand, auch für Hertha BSC, und neue Berlin-Sentenzen aus seiner Feder wie diese: "In Berlin tragen Männer ihre Jogginghosen auf offener Straße mit großer Würde."

Aus der Berliner Morgenpost 12. august 2007
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12.8.07 22:55
 


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